Anzeige

TTC Werden I: bittere Niederlage im Lokalderby

Bezirksligateam dominiert gegen ersatzgeschwächten Gegner

Im Auswärtsspiel bei MTG Horst erlebten Spieler und Zuschauer einen Tischtennisabend, dessen Gefühlsspanne von Euphorie bis Enttäuschung reichte. Über Werdener Führungen mit 4:1 und 7:4 Punkten und zum Teil überragenden Spielen stand am Schluss eine unfassbare 7:9 Niederlage zu Buche, die nicht ganz einfach zu verarbeiten sein wird.

Schon die Eingangsdoppel ließen zwei Merkmale des Abends erkennen: Es sollte absolut sehenswerter Tischtennissport geboten werden und es sollte ein Spiel  gleichwertiger Gegner stattfinden, wobei die ersten Akzente von den Werdenern geliefert wurden. Sowohl Koelen/Zaboura als auch Yu/Jacob gewannen ihre Doppel äußerst knapp im Entscheidungssatz, während Weyershausen/Lerch eine deutliche Niederlage hinnehmen mussten.

Die Spiele im oberen Paarkreuz von Felix Yu und Peter Koelen sorgten für die Werdener highlights. Spiel- und nervenstark bauten sie den Werdener Vorsprung auf 4:1 Punkte aus. Doch genauso stark wie das obere Paarkreuz der Werdener zeigte sich das mittlere Mannschaftsdrittel der Horster, das den Vorsprung auf 4:3 Punkte verkürzte. Da im unteren Paarkreuz Pascal Lerch souverän auftrumpfte, Benny Jacob sich allerdings nicht durchsetzen konnte, blieb es nach dem ersten Einzeldurchgang mit 5:4 bei der knappen Werdener Ein-Punkte-Führung.

Der zweite Durchgang der Einzel war zunächst ein Spiegelbild des ersten Durchgangs. Felix Yu und Peter Koelen bauten die Führung mit ihren Siegen aus, das mittlere Mannschaftsdrittel der Horster verkürzte den Vorsprung. Die aus Werdener Sicht negative Wende in der Gesamtbegegnung fand dann in den beiden Partien im unteren Paarkreuz statt. Während Pascal Lerch im ersten Spiel noch spielsicher agierte, fand er zum Spiel seines zweiten Gegners keine Einstellung, und auch Benny Jacob tat sich in seinem zweiten Einzel äußerst schwer, schaffte es zwar in den Entscheidungssatz, konnte aber schlussendlich die Fünfsatz-Niederlage nicht abwenden.

So lastete die ganze Verantwortung im Schlussdoppel auf Koelen/Zaboura, mit einem Sieg wenigstens noch für ein einigermaßen versöhnliches Spielende und einen sicher gerechten Spielausgang mit einem 8:8 Unentschieden zu sorgen. Bei dieser Konstellation war das Schlussdoppel nichts für schwache Nerven. Die beiden Werdener erarbeiteten sich mit sicherem Angriffsspiel eine 2:1 Satzführung, doch das Horster Schlussdoppel erzwang den Entscheidungssatz. Hier gingen Koelen/Zaboura verheißungsvoll mit 5:2 Bällen in Führung, konnten jedoch nicht verhindern, dass die Horster schon zum 5:5 ausglichen. Und ab diesem Gleichstand gingen die Horster jeweils mit einem Ball in Führung, den die Werdener mit dem nächsten Ballwechsel wieder ausglichen.

So näherte man sich schrittweise dem Satzende, wo es die Werdener bei einem 9:10 Rückstand nicht mehr schafften, wiederum den Ausgleich zu erreichen. So groß der Horster Jubel, so groß die Werdener Enttäuschung. Dass die Verarbeitung der Niederlage bereits begonnen hat, zeigen zwei Resümees nach dem Spiel: “Ein 8:8 wäre schön gewesen“, meinte Peter Koelen. „Jetzt kommen zwei überragende Gegner und dann heißt es in den zwei abschließenden Begegnungen gegen Mannschaften vom Tabellenende noch die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln.“

Für die anwesenden Werdener Zuschauer steht allerdings fest, dass die Spielstärke der Werdener Mannschaft ausreicht, mit dem Kampf um den Abstieg aus der Landesliga nichts zu tun zu haben. Benny Jacob äußerte sich folgendermaßen: „Es war ein großartiger Tischtennisabend, auch wenn es am Ende leider nicht zu einem Punkt gereicht hat.“

Am kommenden Samstag treffen die Werdener ab 18:30 Uhr in der Sporthalle der Heckerschule, Urbachstraße, auf den Meisterschaftsfavoriten TuSEM Essen. Sehenswerter Tischtennissport ist garantiert.

Die 2. Mannschaft mit Fabian Semnet, Swen Braciak, Josef Hilgers, Andreas Kleinsimlinghaus, Gilbert Sunico und Peer Heppekausen. Es fehlt Michael Frieg.
Die 2. Mannschaft mit Fabian Semnet, Swen Braciak, Josef Hilgers, Andreas Kleinsimlinghaus, Gilbert Sunico und Peer Heppekausen. Es fehlt Michael Frieg.

2. Mannschaft dominiert gegen Elfringhausen

Ziemlich unerwartet, doch leicht erklärbar ist der hohe 9:1 Sieg des Bezirksligateams. Elfringhausen musste aufgrund von Verletzung und Krankheit drei Stammspieler ersetzen. So schafften sie zwar noch einen Erfolg im Eingangsdoppel, zeigten sich dann aber in den nachfolgenden Einzeln absolut unterlegen und konnten in den sieben Einzelbegegnungen lediglich zwei Satzgewinne erzielen. Damit haben  sich die Werdener mit dem fünften Platz im Mittelfeld der Tabelle etabliert und können den verbleibenden drei Begegnungen der Hinrunde beruhigt entgegenblicken.