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Peter Koelen dominiert Tischtennis-Vereinsmeisterschaft

Sieger im Einzel und mit Michael Zaboura im Doppel

Nachdem der eigentlich vorgesehene Termin im Mai diese Jahres coronabedingt ausfallen musste, fanden die Vereinsmeisterschaften des TTC Werden am letzten Wochenende statt. Unter großer Beteiligung der Aktiven der fünf Herrenmannschaften wurde freitags der Doppel- und samstags der Einzelvereinsmeister gesucht. Und obwohl den späteren Siegern  auch die Titelverteidigung gelang, war es ein langer und kräftezehrender Weg, bevor sie ihren Erfolg feiern konnten.

Insgesamt acht Doppel waren am Freitagabend angetreten, die in zwei Vierergruppen spielten und so die Teilnehmer für die beiden Halbfinale und das Finale ermittelten. In der ersten Gruppe spielten mit Koelen/Zaboura das Spitzendoppel der Landesligamannschaft, die sich knapp gegen Hilgers/Kleinsimlinghaus durchsetzen konnten, in der zweiten Gruppe waren mit Sunico/Frieg vor Heppekausen/Braciak zwei Doppel des Bezirksligateams erfolgreich. Nach einem Überkreuzvergleich der Gruppenzweiten und –dritten standen die beiden Halbfinalpaarungen fest: Koelen/Zaboura gegen Matthias Isenberg/Sander und Sunico/Frieg gegen Hilgers/Kleinsimlinghaus.

Die Erst- und Drittplatzierten der Doppelkonkurrenz bei der Siegerehrung: Koelen/Zaboura und Isenberg/Sander
Die Erst- und Drittplatzierten der Doppelkonkurrenz bei der Siegerehrung: Koelen/Zaboura und Isenberg/Sander

Und obwohl schon hier toller Tischtennissport zu sehen war, kam es im Endspiel zwischen Koelen/Zaboura und Sunico Frieg noch zu einer Steigerung, weil Koelen/Zaboura, die bis zum Endspiel nicht einen einzigen Satz verloren hatten, auf einmal mit 1:2 Sätzen in Rückstand gerieten und im vierten Satz mit 0:4 Bällen zurücklagen. In dieser für Koelen/Zaboura sehr brenzligen Situation setzten sie das taktische Mittel des time-out, eine einminütige Spielunterbrechung, ein, um den bis dahin exzellenten Spielrhythmus von Sunico/Frieg zu unterbrechen. Und tatsächlich holten Koelen/Zaboura danach Punkt für Punkt auf und konnten den vierten Satz glücklich in der Verlängerung für sich entscheiden. Psychologisch jetzt absolut im Vorteil zeigten Koelen/Zaboura im Entscheidungssatz keine Schwächen mehr und siegten verdient mit 11:5 Bällen.

Halbfinale: Michael Zaboura (Hintergrund) gegen Peter Koelen
Halbfinale: Michael Zaboura (Hintergrund) gegen Peter Koelen

Die Einzelmeisterschaft am Samstag war von zwei Aspekten geprägt: viele sehenswerte und hart umkämpfte Spiele und hohe und zum Schluss hin sichtbare konditionelle Anforderungen. In vier Gruppen zu je vier Spielern wurde die Setzliste des anschließenden Doppel-KO-Systems ermittelt. Während sich in drei Gruppen die Favoriten durchsetzten, gab es in der vierten Gruppe eine nicht zu erwartende Überraschung. Fabian Semnet, Spieler in der 3. Herrenmannschaft, gewann in seinen beiden Begegnungen in der Gruppenphase zuerst gegen Andreas Kleinsimlinghaus, 2. Mannschaft, und dann sogar gegen Benny Jacob, 1. Mannschaft. Und auch in seinen Spielen innerhalb des KO-Systems gelangen ihm  weiterhin spektakuläre Bälle. Erst Peer Heppekausen konnte durch einen knappen Fünfsatzerfolg die Siegesserie von Fabian Semnet  stoppen, der danach in der Verliererrunde an Sven Braciak endgültig scheiterte.

In der Hauptrunde wurden Peter Koelen und Michael Zaboura ihrer Favoritenrolle gerecht, konnten im Halbfinale der bis dahin ungeschlagenen Spieler gegen Josef Hilgers bzw. Peer Heppekausen gewinnen. So kam es zum Endspiel der Gewinnerrunde, dem besten und hochklassigsten der gesamten Vereinsmeisterschaft, zwischen Peter Koelen und Michael Zaboura.

Neben absolut tollen Ballwechseln wuchs auch die sich immer weiter zuspitzende Spannung. Bei der Gleichwertigkeit der Kontrahenten verwunderte es  niemanden in der Halle, dass diese Partie nach dem 2:2 Satzausgleich in den Entscheidungssatz musste und dort erst in der Verlängerung mit 12:10 Bällen glücklich für Peter Koelen endete. Doch als Zuschauer konnte man schon ahnen, dass dies nicht das letzte Aufeinandertreffen der beiden war. In der Verliererrunde hatte sich inzwischen Josef Hilgers gegen Peer Heppekausen mit 3:1 Sätzen durchgesetzt und traf nun auf Michael Zaboura, um den Endspielgegner für Peter Koelen zu ermitteln. In diesem Spiel konnte man erkennen, dass manchmal auch das Glück beim Tischtennis eine mitentscheidende Rolle spielt. Und dieses Glück lag eindeutig auf der Seite von Michael Zaboura.

Die vier Erstplatzierten: Michael Zaboura, Peer Heppekausen, Peter Koelen, Josef Hilgers (von lk. nach re.)
Die vier Erstplatzierten: Michael Zaboura, Peer Heppekausen, Peter Koelen, Josef Hilgers (von lk. nach re.)

Nach einer 2:1 Satzführung konnte er zum Ende des vierten Satzes in der Verlängerung beim Spielstand von 11:10 Bällen den entscheidenden Vorsprung von zwei Bällen durch einen sogenannten für Josef Hilgers unerreichbaren Netzroller erzielen. So kam es zum zweiten Aufeinandertreffen von Peter Koelen und Michael Zaboura, in dem sich Peter Koelen mit einer sehr konzentrierten und engagierten Spielweise aus der Halbdistanz nach einer 2:0 Satzführung schließlich mit 3:1 Sätzen seinen insgesamt dritten Vereinsmeistertitel sicherte.

„Wir haben gestern und heute ganz tolle Spiele gesehen, Gratulation an die Vereinsmeister und ein großes Lob an die Organisatoren“, so fasste Achim Gutknecht, 2. Vorsitzender des TTC Werden, die Vereinsmeisterschaft 2021 zusammen, um dann noch den Wusch aller aktiven Vereinsmitglieder zu formulieren: „Wir hoffen, dass wir die Vereinsmeisterschaften 2022 wieder wie gewohnt im kommenden Mai austragen können.