Anzeige

 

Martin Kimmeskamp neuer Vereinsmeister des TTC Werden

Hilgers/Kleinsimlinghaus verteidigen Titel im Doppel

Insgesamt 16 Spieler aus den vier Herrenmannschaften des TTC Werden ermittelten am vergangenen Wochenende die Vereinsmeister im Einzel und Doppel. Wie immer blieben hierbei Überraschungen nicht aus. Zum Schluss jedoch setzte sich Martin Kimmeskamp im Endspiel souverän mit 3:0 Sätzen gegen Titelverteidiger Gilbert Sunico durch.

Traditionell begann die Vereinsmeisterschaft am Freitagabend mit der Doppelkonkurrenz, zu der acht Paarungen antraten, die in zwei Vierergruppen im System „Jeder gegen Jeden“ spielten. Klar favorisiert waren die drei Doppel der ersten Mannschaft. In Gruppe eins setzte sich auch ungeschlagen das in der Meisterschaft beste Doppel Sunico/Frieg durch. Den zweiten Platz sicherte sich allerdings überraschend mit Seibertz/Grohmann ein Doppel der dritten Mannschaft, wobei sie zwei Doppel der zweiten Mannschaft hinter sich ließen.

Sieger im Herren-Doppel: Andreas Kleinsimlinghaus und Josef Hilgers (Foto: Werner Isenberg)
Sieger im Herren-Doppel: Andreas Kleinsimlinghaus und Josef Hilgers (Foto: Werner Isenberg)

In der zweiten Vierergruppe kam es beim Spiel um Platz eins und zwei zum Aufeinandertreffen von zwei Doppeln der 1. Mannschaft. In der spannendsten Begegnung des gesamten Abends gewannen dabei Hilgers/Kleinsimlinghaus gegen Kimmeskamp/El Faramawy in fünf Sätzen, wobei alle Sätze mit nur zwei Bällen Unterschied endeten, drei davon in der Verlängerung.

Im Überkreuzvergleich ließen Hilgers/Kleinsimlinghaus den Überraschungszweiten der anderen Gruppe, Seibertz/Grohmann, keine Chance. Unerwartet war jedoch die Niederlage von Sunico/Frieg gegen Kimmeskamp/El Faramawy, so dass diese im Endspiel wieder auf Hilgers/Kleinsimlinghaus trafen, die jetzt aber im Endspiel mit ihrer sicheren und druckvollen Spielweise in nur drei Sätzen dominierten und sich den Doppeltitel sicherten.

Am Samstag stellten sich die Akteure dann der Einzelkonkurrenz, die im „Doppel k.o. System“ ausgetragen wurde, das heißt, dass ein Teilnehmer nach zwei Niederlagen ausscheidet. In den zweiten Partien der Gewinnerrunde brachte Matthias Isenberg Stephan El Faramawy sensationell seine erste Niederlage bei, nicht weniger überraschend war der Sieg von Gabor Wiese gegen Michael Frieg. In der schönsten und auch spektakulärsten Begegnung der Vereinsmeisterschaft trafen im Halbfinale der Gewinnerrunde Martin Kimmeskamp und Gilbert Sunico zum ersten Mal aufeinander.

Sieger im Herren-Einzel: Martin Kimmeskamp (Foto: Werner Isenberg)
Sieger im Herren-Einzel: Martin Kimmeskamp (Foto: Werner Isenberg)

Von Beginn an entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der Martin Kimmeskamp mit seinem druckvollen Block- und Angriffsspiel Gilbert Sunico häufig in die Defensive brachte und sich dabei gegen die enorm starke Ballonabwehr von Gilbert Sunico immer häufiger durchsetzte, so dass sein 3:1 Erfolg von allen Akteuren und Zuschauern als gerecht beurteilt wurde. Parallel dazu hatte Josef Hilgers durch einen Sieg über Gabor Wiese das Endspiel der Gewinnerrunde erreicht, das er gegen Martin Kimmeskamp bestreiten musste.

In den nun für die zahlreichen Zuschauer äußerst sehenswerten letzten Begegnungen siegte Martin Kimmeskamp gegen Josef Hilgers, der schließlich nach einer weiteren Niederlage gegen Gilbert Sunico mit dem dritten Platz aus der Konkurrenz ausschied. „Das sind doch ganz andere Spiele, als wir sie in der Kreisklasse bieten können und zu sehen bekommen“, gestand Sportwart Georg Fleischer, von dem gebotenen Spielniveau sichtlich beeindruckt. Um noch seinen Vereinsmeistertitel zu verteidigen, hätte Gilbert Sunico jetzt zweimal gegen Martin Kimmeskamp gewinnen müssen.

Doch von Anfang an merkte man Martin Kimmeskamp an, dass er an seinen Erfolg glaubte. Mit enormem Selbstvertrauen spielte er selbst schwierigste Rück- und Vorhandbälle und kam bei seinem Weg zu seinem ersten Vereinsmeistertitel nur einmal noch in Bedrängnis, als er im zweiten Satz einen 7:10 Rückstand doch noch in einen 12:10 Satzgewinn umwandeln konnte. Damit war der Widerstand von Gilbert Sunico schon fast gebrochen und Martin Kimmeskamp ließ sich auch im dritten Satz nicht mehr aus der Erfolgsspur drängen. Überglücklich nahm er anschließend die Glückwünsche aller Anwesenden entgegen und präsentierte sich stolz mit dem Siegerpokal.