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TTC Werden I: kämpferischer Einsatz belohnt

Unentschieden gegen ASV Wuppertal

Fast vier Stunden dauerte der äußerst spannende Spielabend, bevor das Endergebnis feststand, wobei sich das 8:8 Remis für die Werdener, die schon mit 5:8 Punkten in Rückstand lagen, fast wie ein Sieg anfühlte. Bisher spielen die Werdener eine hervorragende Hinrunde in der Tischtennis-Landesliga. Mit 8:4 Punkten liegen sie zurzeit im vorderen Mittelfeld der Tabelle.

Auch in der sechsten Partie dieser Meisterschaftsserie gingen die Werdener nach den Eingangsdoppeln knapp in Führung. Hilgers/Kleinsimlinghaus gewannen nervenstark im fünften Satz mit 11:9 Bällen, El Faramawy/Zaboura siegten in vier Sätzen. Gegen das spielstarke Spitzendoppel aus Wuppertal musste Gilbert Sunico mit seinem Partner allerdings eine Viersatzniederlage akzeptieren. Leider war das die einzige Führung für die Werdener, die bereits nach den ersten beiden Einzeln im oberen Paarkreuz in Rückstand gerieten.

Zwei klare Niederlagen in jeweils nur drei Sätzen ließen nichts Gutes ahnen. Doch Josef Hilgers sorgte in seinem ersten Einzel dafür, dass sich der Rückstand nicht vergrößerte. Auch im unteren Mannschaftsdrittel trennte man sich mit einem Sieg und einer Niederlage, wobei Michael Zaboura seine momentan überragende Form bestätigen konnte. So hielt sich der Werdener Rückstand zur Hälfte der Einzelbegegnungen mit 4:5 Punkten in Grenzen. Ein äußerst wichtiger Sieg gelang in seinem zweiten Einzel Gilbert Sunico, der den Wuppertaler Spitzenspieler und Abwehrspezialisten Erdmann in fünf Sätzen bezwang.

Leider fand Stefan El Faramawy auch in seinem zweiten Einzel keine richtige Einstellung zum Spiel und unterlag wiederum in nur drei Sätzen. Als dann im mittleren Paarkreuz beide Partien für die Werdener verloren wurden, schien die Begegnung bei einem 5:8 Punkterückstand entschieden. Doch Michael Zaboura gelang ein deutlicher Dreisatzsieg. Andreas Kleinsimlinghaus musste zwar in den Entscheidungssatz, dominierte hier jedoch und hielt die Werdener Chance auf ein Unentschieden aufrecht. Das Schlussdoppel musste darüber entscheiden, ob der Werdener Kampfgeist belohnt werden würde.

Einerseits hatte das Wuppertaler Doppel eins sein Eingangsdoppel klar gewonnen, andererseits hatten Hilgers/Kleinsimlinghaus bisher noch kein Doppel verloren. Und die zahlreichen Zuschauer bekamen auch in dieser letzten Begegnung des Spielabends sehenswerten Tischtennissport geboten. Im ersten Satz mussten Hilgers/Kleinsimlinghaus zwar einen Satzball gegen sich abwehren, gewannen aber in der Verlängerung mit 12:10 Bällen. Ähnlich knapp entwickelte sich der zweite Satz, in dem die beiden Werdener schon mit 4:6 Bällen in Rückstand lagen, dann aber trotzdem noch mit 11:8 Bällen gewannen. Und jetzt merkte man Hilgers/Kleinsimlinghaus an, dass sie sich die gute Chance auf den Sieg nicht mehr nehmen lassen wollten.

Fast fehlerfrei agierten sie gegen die nun zunehmend verunsicherten Wuppertaler und bezwangen sie mit 11:3 Bällen. Damit schraubten sie ihre Doppelbilanz auf imponierende 8:0 Siege. Bei der Verabschiedung merkte man deutlich, wie unterschiedlich ein Unentschieden wirken kann. Während der Wuppertaler Mannschaftsführer von einem verlorenen Punkt sprach, sah man auf Werdener Seite ausschließlich strahlende Gesichter.

Am kommenden Samstag treten die Werdener bei Fortuna Wuppertal an. Leider müssen sie dabei auf Michael Zaboura verzichten, was die Aussichten auf etwas Zählbares erheblich schmälert.


Spiele der anderen Mannschaften

Zum zweiten Mal in Folge geriet die 2. Mannschaft schwer unter die Räder. Beim ungeschlagenen Tabellenführer Franz-Sales-Haus gab es mit 0:9 Punkten die Höchststrafe. Bei nunmehr 4:6 Punkten und Tabellenplatz sechs wird allmählich klar, dass die Mannschaft um den Klassenerhalt kämpfen muss.

Wesentlich besser sieht die Situation für die 3. Mannschaft aus. Wieder in Bestbesetzung antretend gelang der zweite Sieg. Gegen Katernberg brachten schon die Eingangsdoppel die 2:1 Führung, die durch Heiko Schnorr (2), Ulrich Henke, Georg Fleischer, Elise Kopper-Koelen, Thomas Busch und Achim Gutknecht zu einem ungefährdeten 9:4 Erfolg ausgebaut werden konnte. Den höchsten Sieg erreichte die Jugendmannschaft bei SVM Moltkeplatz. Sie dominierte mit 9:1 Punkten. Christoph Wey, Marco Empting, Tamim Seleman und Vincent Galla demonstrierten eindrucksvoll ihre Überlegenheit.