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TTC Werden I: großer Kampf nicht belohnt

Gegen Tabellenführer 7:9 unterlegen

Trotz einer bemerkenswerten kämpferischen Leistung mussten sich die Werdener am Ende geschlagen geben. Vor dem Hintergrund, dass die Werdener kein einziges Doppel gewannen, eigentlich die Stärke der 1. Mannschaft, sind sie nur knapp an einer äußerst positiven Überraschung vorbeigeschrammt.

Eigentlich musste man nach den drei verlorenen Eingangsdoppeln mit einer hohen Niederlage der Werdener rechnen, obwohl kein Doppel in nur drei Sätzen verloren wurde und Hilgers/Kleinsimlinghaus in fünf Sätzen verloren, wobei alle Sätze nur mit zwei Bällen Unterschied entschieden wurden, vier sogar erst in der Verlängerung. Doch die erste Überraschung gelang Gilbert Sunico, der dem Wuppertaler Spitzenspieler Klinke seine erst dritte Einzelniederlage beibrachte.

Und auch die beiden Partien im mittleren Mannschaftsdrittel endeten unentschieden, was bewies, dass die Werdener an diesem Spielabend doch nicht untergehen würden. Noch besser lief es im unteren Paarkreuz. Michael Zaboura und Andreas Kleinsimlinghaus konnten mit ihren Siegen den Rückstand auf nur noch 4:5 Punkte verkürzen. Und jetzt steigerte sich die Dramatik des Spiels erheblich. Gilbert Sunico musste in seinem zweiten Einzel in den Entscheidungssatz, in dem er sich eine 9:6 Führung erspielte.

Doch dann gelangen seinem Gegenspieler sehenswerte Ballgewinne, die letztlich noch zur Niederlage des Werdener Spitzenspielers führten. Parallel dazu hatte Stefan El Faramawy die ersten beiden Sätze seines zweiten Einzels gewonnen und lag im dritten mit 8:6 Bällen in Führung. Doch auch ihm gelang es nicht, diese Siegchance zu nutzen. Statt mit 6:5 Punkten in Führung zu gehen, vergrößerte sich der Rückstand der Werdener auf 4:7 Punkte. Die letzten vier Einzel waren dann ein Spiegelbild der ersten Einzelserie.

Im mittleren Paarkreuz trennte man sich wieder unentschieden, wobei Josef Hilgers ein deutlicher Sieg gelang, und im unteren Mannschaftsdrittel überzeugten Michael Zaboura und Andreas Kleinsimlinghaus auch in ihren zweiten Einzeln, wobei Michael Zaboura das Quäntchen Glück hatte, das den Werdenern an diesem Abend sonst nicht zuteil wurde, indem er drei Matchbälle gegen sich abwehren konnte und mit 14:12 Bällen in der Verlängerung gewann. So musste das Schlussdoppel darüber entscheiden, ob die Werdener für ihren großartigen Kampf wenigstens mit einem Unentschieden belohnt würden.

Und dem ganzen bisherigen Spielverlauf entsprechend wurde das Schlussdoppel ebenfalls zu einer dramatischen Angelegenheit und erst im fünften Satz entschieden. Hier lagen Hilgers/Kleinsimlinghaus den ganzen Satz über knapp in Rückstand, zum Schluss hin mit 6:9 Bällen. Doch dann gelangen ihnen mit ihrer überaus sicheren Spielweise vier Ballgewinne in Folge, sodass sie beim Spielstand von 10:9 Bällen einen Matchball für sich hatten, der das Unentschieden bedeutet hätte. Doch an diesem Abend sollte es einfach nicht sein. Mit 10:12 Bällen mussten sie schließlich doch die das Spiel entscheidende Niederlage akzeptieren.

„Wir sind glücklich, dass wir dieses Spiel auch mit Hilfe des notwendigen Glücks knapp gewonnen haben, eure Gegenwehr war schon beachtlich.“ Dieses Statement des Wuppertaler Mannschaftsführers bei der Verabschiedung nach fast vier Stunden Spielzeit verdeutlicht, dass die Werdener insgesamt mit ihrer Leistung trotz der Niederlage zufrieden sein können. Mit nunmehr 11:11 Punkten liegen sie nach dem Ende der Hinserie auf dem 8. Tabellenplatz. Diese ausgezeichnete Bilanz haben den Werdenern nur die wenigsten zugetraut. Immerhin liegen sie schon mit sechs Punkten Vorsprung vor dem Tabellenzehnten, der den Abstiegsrelegationsplatz in der 12er Gruppe belegt.

Nach der Weihnachtspause treten die Werdener im neuen Jahr zur ersten Rückrundenpartie in Herne-Vöde an. Das Hinspiel hatten die Werdener mit 9:5 Punkten für sich entscheiden können.