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Gilbert Sunico erneut Vereinsmeister des TTC Werden

Hilgers/Kleinsimlinghaus dominieren die Doppelkonkurrenz

Zum Abschluss der Tischtennissaison 2011/12 standen am vergangenen Wochenende traditionsgemäß die Vereinsmeisterschaften auf dem Programm. Vor allem die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft waren nahezu komplett vertreten und lieferten sich vor allem im Kampf um den Einzeltitel ab dem Viertelfinale spannende und für die Zuschauer attraktive Spiele mit sehenswerten Ballwechseln.

Dass es für die Titelverteidiger zumeist recht schwierig ist, den Vorjahreserfolg zu wiederholen, mussten Sunico/Frieg erfahren. Nachdem sie sich im ersten Spiel noch mit 3:2 Sätzen knapp gegen Henke/Heppekausen durchsetzen konnten, verloren sie völlig überraschend gegen Wolk/Matthias Isenberg, die bei ihrem 3:0 Sieg mit ihrem absolut druckvollen Topspinspiel eine herausragende Leistung zeigten. Als die Titelverteidiger danach auch noch mit 3:0 Sätzen gegen Hilgers/Kleinsimlinghaus verloren, war die erste Titelverteidigung bereits abgehakt.

Dafür spielten sich Hilgers/Kleinsimlinghaus mit nur einem Satzverlust bis ins Endspiel vor, in dem sie auf Wolk/Isenberg trafen. Hier waren die auch in der Landesligasaison überragenden Spieler der 1. Mannschaft nicht zu bezwingen. Mit ihrem sicheren und souveränen Blockspiel ließen Hilgers/Kleinsimlinghaus ihren Gegnern kaum einmal Gelegenheit, ihr Angriffsspiel durchzubringen. Mit 3:0 Sätzen war ihnen der Doppelvereinsmeistertitel nicht zu nehmen. Dritter der Konkurrenz wurde die Paarung Henke/Heppekausen.

Um den Einzeltitel wurde nach einer Platzierungsrunde in vier Dreiergruppen im Doppel-Ko-System gespielt, d.h., erst nach zwei Niederlagen war man ausgeschieden. Vor allem die Spieler der 2. Mannschaft machten es den Favoriten aus der ersten äußerst schwer, sich durchzusetzen. So schrammte z.B. Josef Hilgers nur knapp an einer Niederlage gegen Matthias Isenberg vorbei, und auch Andreas Kleinsimlinghaus hatte Glück, als er im 5. Satz mit 11:9 Bällen noch gegen Michael Zaboura gewinnen konnte, der in den Platzierungsspielen schon mit einem Sieg gegen Michael Frieg für Aufsehen gesorgt hatte. Nur Titelverteidiger Gilbert Sunico überstand die ersten Spielrunden ohne große Mühe.

Letztlich standen sich in den Halbfinalspielen der Gewinnerrunde aber vier Spieler der 1. Mannschaft gegenüber. Hierbei besiegte Josef Hilgers Andreas Kleinsimlinghaus ohne Satzverlust, während Gilbert Sunico sich erst im Entscheidungssatz gegen Michael Frieg durchsetzte. In der Verliererrunde hatten sich inzwischen Teo Wolk und Michael Zaboura weit nach vorne gespielt. Beide verloren jetzt jedoch nacheinander gegen Andreas Kleinsimlinghaus. Im Endspiel der Gewinnerrunde gewann Gilbert Sunico relativ ungefährdet gegen Josef Hilgers, so dass es zum erneuten Aufeinandertreffen zwischen Josef Hilgers und Andreas Kleinsimlinghaus kam. Anders als in der ersten Partie siegte dieser jedoch mit 11:9 Bällen im ersten Satz und lag auch im 2. Satz bereits mit 9:7 in Führung.

Finale Gilbert gegen Seppl
Finale Gilbert gegen Seppl

Doch mit enormem Kampfgeist gelang es Josef Hilgers, einen 0:2 Satzrückstand zu vermeiden. Danach ließ er sich auch nicht mehr von der Gewinnerstraße abbringen. Damit stand Andreas Kleinsimlinghaus als Dritter der Einzelkonkurrenz fest, um den ersten Platz kämpften wieder einmal Josef Hilgers und Gilbert Sunico, der den Vorteil hatte, dass er sich eine Niederlage erlauben konnte, da er bisher noch kein Spiel verloren hatte. Und vor allem die zahlreichen Zuschauer kamen in diesem Endspiel auf ihre Kosten. Immer wieder ergaben sich in dieser ausgeglichenen Partie spektakuläre Ballwechsel. So war es auch nicht verwunderlich, dass diese Begegnung erst im 5. Satz entschieden wurde.

Willensstark und mit großem Einsatz konnte Josef Hilgers Gilbert Sunico die erste Niederlage beibringen und ein zweites Spiel erzwingen, da jeder der beiden Kontrahenten jetzt eine Niederlage aufwies. Doch in der zweiten Begegnung, die jetzt endgültig über den Vereinsmeistertitel entscheiden musste, erwies sich, dass Josef Hilgers aufgrund der für ihn  anstrengenderen  Vorrundenspiele auch konditionell an einem Punkt angelangt war, der mit Willenskraft allein nicht mehr auszugleichen war. So krönte Gilbert Sunico seine Leistung mit einem klaren Sieg in dieser alles entscheidenden Begegnung und wurde damit zum insgesamt neunten Mal Vereinsmeister des TTC Werden.

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