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Zwillinge feiern 90-jährigen Geburtstag

Sport prägt ihr Leben

Wer kennt sie nicht? Günter und Rudi Henke und Werden gehören einfach zusammen. Und wer die beiden donnerstags ab 19:00 Uhr beim TTC Werden  Tischtennis spielen sieht, mag es kaum glauben, dass die beiden am 17.12. ihren 90. Geburtstag gefeiert haben. Und so ist ihr Leben eine Bestätigung der These, dass Sport gesund hält.

Rudi (links) und Günter Henke
Rudi (links) und Günter Henke

Was den sportlichen Werdegang von Günter und Rudi Henke kennzeichnet, ist ihre enorme Vielseitigkeit. Ihre erste Leidenschaft gehörte dem Kanusport, wo sie schon trotz der Kriegswirren im Jahre 1943 im Kajak 2er die deutsche Jugendmeisterschaft errangen. Doch da nach Kriegsende alle Boote zerstört waren, wechselten die Zwillinge den Verein und die Sportart.

Sie schlossen sich dem Werdener Turnerbund an und feierten schon bald Erfolge im Geräteturnen. Egal ob am Barren, Reck oder an den Ringen: Stets standen die Zwillinge bei Wettkämpfen mit auf dem Siegerpodest. so zum Beispiel beim Dreistädtekampf zwischen Werden und den Nachbarstädten Heiligenhaus und Velbert. Und es kam noch eine Sportart hinzu, die besonders das Leben von Günter Henke prägte, da sie fortan auch seinen beruflichen Lebensweg bestimmte: das Schwimmen. Als im Jahre 1971 das Werdener Schwimmbad eröffnet wurde, war es fast naheliegend, dass Günter Henke dort als Oberschwimmmeister seinen Dienst tat und so ganz vielen Werdener Kindern fast zwei Jahrzehnte lang bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1987 das Schwimmen beibrachte.

Auch mit 90 im Training: Günter (links) und Rudi Henke
Auch mit 90 im Training: Günter (links) und Rudi Henke

Und seine drei Enkelkinder begeisterte er natürlich auch für das Schwimmen. Für die Grundschule an der Jacobsallee war es ein Glücksfall, dass Günter Henke als fachliche Betreuung des Schwimmunterrichts über einen langen Zeitraum auch noch nach seiner Pensionierung zur Verfügung stand. Sein Zwillingsbruder Rudi frönte nach Beendigung seiner beruflichen Tätigkeit bei der Fa. Dölken einem ganz anderen Hobby. Mindestens vier Wochen im Jahr verbrachte es in Davos. Egal ob Abfahrt, Langlauf oder Wandern. Der Schnee und die Berge hatten es ihm angetan. Selbst mit 86 Jahren stand er noch auf den Brettern.

Und da der Sport die Zwillinge ein Leben lang in seinen Bann gezogen hatte, ist es auch nicht verwunderlich, dass sie über Günters Sohn Ulrich, der schon seit seiner Jugendzeit beim TTC Werden aktiv ist, noch den Weg zum Tischtennissport gefunden haben. Für mindestens zwei Stunden spielen sie donnerstags mit-, aber auch gegeneinander, wobei manchmal der sportliche Ehrgeiz aufblitzt und es am Tischtennistisch etwas lauter wird.

Aber nicht nur das eigene Spiel begeistert sie. Günter Henke ist bei jedem Heimspiel der Landesligamannschaft des TTC Werden ein treuer und gern gesehener Zuschauer. Dass dies auch noch für längere Zeit so sein wir, ist den beiden Jubilaren sehr zu wünschen.