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TTC Werden ist Tabellenzweiter

Aufstiegsspiele in dramatischem Saisonfinale erreicht

An Spannung kaum mehr zu überbieten war der letzte Meisterschaftsspieltag für den TTC Werden, der den Werdenern ein Ende bescherte, welches sie selbst nicht mehr zu träumen gewagt hatten. Durch einen denkbar knappen 9:7 Erfolg beim bisherigen Tabellenzweiten Olympia Mülheim  sicherten sich die Werdener doch noch die Möglichkeit, in einer Relegationsrunde den Aufstieg in die Bezirksliga zu schaffen.

Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war für die Werdener äußerst ungünstig. Als Tabellenvierter hatten sie 15 Minuspunkte, Dellwig als –dritter und Mülheim als –zweiter jeweils 14 Minuspunkte. Also hofften die Dellwiger, dass die Werdener in Mülheim zumindest ein Unentschieden erreichen würden, damit sie bei einem eigenen Sieg in Heiligenhaus Tabellenzweiter wären. Gleichzeitig setzten aber auch die Mülheimer alles daran, für einen eigenen Sieg zu sorgen und den zweiten Platz zu behaupten.

Ungewöhnlich viele Zuschauer sorgten in der Halle für eine außergewöhnliche Stimmung. Dass den Doppeln in dieser Begegnung eine große Bedeutung zukommen würde, war allen Beteiligten klar, denn die Mülheimer stellten bis zu diesem Aufeinandertreffen die erfolgreichste Doppelpaarung der gesamten Bezirksklassengruppe, die Werdener die zweit- und drittbeste. Doch gerade in dieser Begegnung überzeugten wiederum Hilgers/Kleinsimlinghaus und Sunico/Frieg. In jeweils nur drei Sätzen sorgten sie für einen optimalen Start, der jedoch durch die Dreisatzniederlage des dritten Werdener Doppels relativiert wurde.

Im Unterschied zur Vorwoche, wo die nachfolgenden Einzelbegegnungen katastrophal schlecht verliefen, ließen die Werdener diesmal in der Konzentration und Spielqualität nicht nach. Im oberen Paarkreuz bauten Gilbert Sunico und Josef Hilgers durch ihre Siege den Vorsprung weiter aus, wobei besonders der Fünfsatzsieg von Josef Hilgers für die Werdener äußerst motivierend war, da er den ersten Satz mit 0:11 Bällen verloren hatte und scheinbar absolut chancenlos war.

Nachdem im mittleren Mannschaftsdrittel Michael Frieg und Andreas Kleinsimlinghaus den Vorsprung sogar auf 6:1 Punkte vergrößern konnten, schien sogar ein ganz deutlicher Sieg für die Werdener möglich. Doch leider schafften es die Werdener nicht, im unteren Paarkreuz für klare Verhältnisse zu sorgen.

Ganz im Gegenteil: Durch zwei Niederlagen wurde der Vorsprung verkürzt und die Mülheimer Spieler und besonders auch die Zuschauer fassten wieder neuen Mut, doch noch eine Wende zu schaffen. Als dann auch noch die Nachricht aus Heiligenhaus publik wurde, dass Dellwig sensationell mit 4:9 Punkten verloren hatte, war die nachfolgende Stimmung und Spannung nicht mehr zu überbieten.

Nun war klar, dass den Mülheimern sogar schon ein Unentschieden reichen würde, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. Jeder erfolgreiche Ballwechsel wurde ab jetzt von den Mülheimer Zuschauern gefeiert; und die Mülheimer Spieler steigerten sich. Gilbert Sunico musste eine unerwartet klare Dreisatzniederlage hinnehmen und der Vorsprung schmolz weiter zusammen.

Zum Glück für die Werdener behielt Josef Hilgers die Nerven und sorgte mit seinem zweiten Einzelgewinn für den siebten Werdener Punkt. Danach wurde die Partie allerdings dramatisch. Andreas Kleinsimlinghaus hatte bei einer 2:1 Führung im vierten Satz bei 10:9 einen Satzball, den er aber nicht nutzen konnte. So verlor er nicht nur diesen  Satz mit 13:15 Bällen, sondern danach auch den entscheidenden fünften.

Parallel dazu musste Michael Frieg eine aus Werdener Sicht nicht erwartete Viersatzniederlage hinnehmen müssen, so dass der Vorsprung der Werdener bei 7:6 Punkten fast aufgebraucht war. Da die Mülheimer in den ersten Einzelbegegnungen im unteren Paarkreuz beide Partien für sich entscheiden konnten, hatten sie jetzt natürlich Zuversicht, zumindest noch ein 8:8 Unentschieden zu erreichen.

Doch sowohl Ulrich Henke als auch Frank Palm steigerten sich enorm. So schaffte Ulrich Henke einen klaren Dreisatzerfolg und den achten Punkte für die Werdener. Das Spiel von Frank Palm verlief jedoch absolut ausgeglichen und wurde erst im fünften Satz entschieden, wobei Frank Palm bei einer 10:9 Führung den ersten Matchball zum Gewinn seines Spiels und der Gesamtbegegnung hatte, den er allerdings nicht nutzen konnte. Zwei weitere Matchbälle wehrte sein Gegenspieler auf spektakuläre Weise ab, um danach den ersten Matchball für sich zu nutzen. So musste das Abschlussdoppel die Entscheidung darüber bringen, ob die Werdener oder die Mülheimer die Saison als Tabellenzweiter beenden würden.

Typisch für den Verlauf der Partie insgesamt war auch diese Begegnung. Wieder musste der fünfte Satz die Entscheidung bringen, wieder musste man in die Verlängerung, nachdem Hilgers/Kleinsimlinghaus bei 10:9 den ersten Matchball vergeben hatte. Doch die Werdener spielten auch in dieser Phase der Begegnung konzentriert weiter und nutzten den nächsten erspielten Matchball zum umjubelten Sieg.

Betrachtet man die Doppelbilanzen der gesamten Saison von Hilgers/Kleinsimlinghaus mit 22:2 Siegen und Sunico/Frieg mit 18:3 Siegen, erkennt man, wie sehr gerade die Werdener Doppel zu diesem Saisonerfolg beigetragen haben. Als absolut faire Verlierer erwiesen sich die Mülheimer Spieler und Zuschauer, die den Werdenern zum Sieg gratulierten und für die Aufstiegsspiele, die am ersten Maiwochenende ausgetragen werden, viel Erfolg wünschten.