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TTC Werden: Weiter Hoffnung im Abstiegskampf

Knapper Auswärtssieg in Kray

Dass die Werdener die sich in den verbleibenden sechs Spieltagen der Saison noch bietenden Chancen auf Siege zum Verbleib in der Bezirksliga auch nutzen wollen, bewies das Auswärtsspiel gegen den Tabellenachten aus Kray, der sich bei einem Sieg den Klassenerhalt  vorzeitig gesichert hätte, wohingegen die Werdener bei einer Niederlage nur noch theoretische Chancen auf den Verbleib in der Bezirksliga gehabt hätten.  Nachdem man in der Hinrunde mit 6:9 Punkten unterlegen war, gelang jetzt ein wichtiger, letztendlich auch verdienter 9:7 Erfolg.

Wenn man auf Werdener Seite vor dem Spiel überlegte, wo die entscheidenden Punkte im Spiel gegen Kray geholt würden, war man sich übereinstimmend sicher, dass dies in den Begegnungen des unteren Paarkreuzes geschehen würde. Außerdem rechneten sich die Werdener einen Vorteil in den Doppeln aus.

Dass Prognosen von der Realität häufig überholt werden, sollte aber auch dieser Spielabend beweisen. Schon die drei Eingangsdoppel waren äußerst umkämpft. Während jedoch Hilgers/Kleinsimlinghaus die Überlegenheit ihrer Gegner nach vier Sätzen anerkennen mussten, schafften sowohl Sunico/Frieg als auch El Faramawy/Schnoor jeweils Fünf-Satz-Siege, die die Werdener mit 2:1 Punkten in Front brachten.

Dieser Ein-Punkte-Vorsprung hatte nach den Partien des oberen und mittleren Mannschaftsdrittels weiterhin Bestand, denn Gilbert Sunico war in seinem ersten Einzel ebenso in vier Sätzen erfolgreich wie im mittleren Paarkreuz Andreas Kleinsimlinghaus. So war man auf Werdener Seite zu diesem Zeitpunkt recht zuversichtlich über den weiteren Verlauf der Begegnung, folgten doch jetzt im unteren Paarkreuz die Begegnungen, in denen sich die Werdener eine Überlegenheit ausgerechnet hatten.

Doch unverständlicherweise waren sowohl Stephan El Faramawy als auch Heiko Schnoor dem Erwartungsdruck nicht gewachsen. Sie unterlagen in vier bzw. fünf Sätzen. Statt mit einer komfortablen 6:3 Führung mussten sich die Werdener mit einem 4:5 Punkte-Rückstand zurechtfinden. Im oberen Paarkreuz veränderte sich die Gesamtsituation überhaupt nicht. Ebenso deutlich, wie Gilbert Sunico auch seinen zweiten Gegner beherrschte, verlor Josef Hilgers sein zweites Einzel.

Die entscheidende Wende für die Werdener wurde im mittleren Mannschaftsdrittel erreicht, wo sich die Werdener eigentlich die wenigsten Punkte ausgerechnet hatten. Andreas Kleinsimlinghaus war seinem eigentlich favorisierten Gegner in vier Sätzen überlegen und Michael Frieg schaffte es wieder einmal, nach einem 1:2 Satzrückstand durch enormen Einsatzwillen noch einen Fünf-Satz-Sieg zu erringen. Da Stephan El Faramawy seine technische Überlegenheit gegen seinen zweiten Gegner nun auch entscheidend in gelungene Ballwechsel umsetzen konnte und den achten Punkt für die Werdener realisierte, schien alles auf einen 9:6 Erfolg der Werdener hinzudeuten, da sich Heiko Schnoor im letzten Einzel des Abends einen klaren Zwei-Satz-Vorsprung erspielt hatte.

Doch obwohl er im dritten wie auch vierten Satz noch jeweils mit 7:5 Bällen führte, schaffte er es nicht, die Begegnung für sich zu entscheiden, hatte im fünften Satz dann überhaupt keine Chance mehr. So musste bei einer 8:7 Führung für die Werdener das Schlussdoppel darüber entscheiden, ob die Werdener mit einem Unentschieden oder einem Sieg nach Werden zurückkehren sollten.

Sunico/Frieg verzichteten jedoch darauf, die Werdener allzu lange auf die Folter zu spannen. Nachdem sie den ersten Satz trotz eines hohen Rückstands noch mit 11:9 Bällen gewonnen hatten, ließen sie ihren Gegnern im zweiten und dritten Satz keine Chance mehr und sorgten für die zwei wertvollen Pluspunkte im Abstiegskampf. In zwei Wochen fahren die Werdener zum PSV Oberhausen, den sie zwar im Hinspiel besiegen konnten, der jetzt allerdings als Tabellenfünfter eindeutig Favorit ist.

Keine erfolgreiche Spielwoche hatte die zweite und dritte Herrenmannschaft, die beide ihre Aufstiegsambitionen zu den Akten legen können. Während die zweite Mannschaft zumindest noch ein 8:8 Unentschieden in Moltkeplatz erreichte, wofür vor allem Matthias und Hans-Werner Isenberg verantwortlich sind, die in ihren beiden Einzeln jeweils ungeschlagen blieben, hatte die dritte Mannschaft gegen den Tabellenführer Horst-Eiberg bei der 3:9 Auswärtsniederlage überhaupt keine Chance. Lediglich Wilfried Arnhold  konnte im Doppel zusammen mit Hans Dannhöfer und bei seinen beiden Einzelsiegen Paroli bieten.

Weiterhin erfreulich spielt die 4. Mannschaft. Gegen Gerschede verteidigte sie durch einen ungefährdeten 9:4 Sieg den zweiten Tabellenplatz. Obwohl sie nur ein Eingangsdoppel gewinnen konnten, demonstrierten Jürgen Gövert (2) und Oliver Schievelbusch (2), Thomas Busch, Achim Gutknecht, Klaus Schütz und Andreas Hennecke in den Einzeln ihre Überlegenheit.

Ebenso auf einem Aufstiegsplatz liegt inzwischen die 1. Schülermannschaft. Im Spiel gegen den bisherigen Tabellenzweiten aus Frintrop zeigten sich Christian Hitzbleck, Elias Kerperin, Max Seibel und Tim Homberg spieltechnisch überlegen und siegten souverän mit 7:3 Punkten. Damit stehen sie jetzt selbst auf dem 2. Tabellenplatz, der zum Aufstieg berechtigt.

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