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TTC Werden I erreicht Saisonziele

Knappe Niederlage gegen Tabellenersten

Im letzten Meisterschaftsspiel der Tischtennis-Landesliga waren die Werdener noch einmal bemüht, nachdem sie das Saisonziel Klassenerhalt schon frühzeitig realisiert hatten, den zahlreichen Zuschauern ein gutes und spannendes Heimspiel zu präsentieren. Dass sie dem mit an der Tabellenspitze stehenden Gast Germania Wuppertal dabei fast auf Augenhöhe begegneten, hatten aber die wenigsten erwartet.

Der Auftakt dieser Partie war für die Werdener verheißungsvoll. Auch diesmal konnten sie ihre Doppelstärke demonstrieren. El Faramawy/Zaboura setzten sich in fünf Sätzen durch, Hilgers/Kleinsimlinghaus hatten bei ihrem Sieg weniger Mühe. Lediglich das Wuppertaler Spitzendoppel zeigte sich gegen Sunico/Anhalt überlegen.

Während die Wuppertaler auf diesen Ein-Punkte-Rückstand noch sehr gelassen reagierten, waren ihre Minen nach den beiden Begegnungen im oberen Paarkreuz schon sehr viel angespannter. Sowohl Gilbert Sunico, mit 14:12 Bällen im fünften Satz, als auch Stefan El Faramawy, mit 11:7 Bällen im Entscheidungssatz, gewannen in hochklassigen Begegnungen gegen ihre eigentlich favorisierten Gegner. Die attraktiven Einzelbegegnungen setzten sich auch im mittleren Paarkreuz weiter fort. Das kompromisslose Topspinspiel der Wuppertaler gegen das erstklassige Blockspiel von Josef Hilgers und Michael Zaboura forderte den Beifall der Zuschauer geradezu heraus.

Doch aus Werdener Sicht gingen beide Partien in vier bzw. fünf Sätzen leider verloren, so dass die Wuppertaler den Werdener Vorsprung wieder bis auf einen Punkte verkürzt hatten. Und auch im unteren Mannschaftsdrittel waren die Begegnungen nicht weniger spannend. Zunächst gewann Andreas Kleinsimlinghaus in vier Sätzen. Parallel dazu fand die im Rückblick betrachtet vorentscheidende Begegnung für den Ausgang des gesamten Spiels statt. Frank Anhalt, als Ersatzspieler eingesprungen, hatte einen 0:2 Satzrückstand egalisiert und seinen Gegenspieler Kampmann in den Entscheidungssatz gezwungen. Hier schien er bei einer 5:0 und 6:2 Führung auf dem Weg zu einem sicheren Sieg, als sein Gegner eine Auszeit nahm und danach zunehmend wieder an Spielsicherheit zulegte, so dass er am Ende mit 11:9 Bällen doch noch triumphierte.

Statt mit 6:3 Punkten lagen die Werdener zur Hälfte der Begegnung nur mit 5:4 Punkten in Führung. Psychologisch gestärkt durch diesen nicht mehr erwarteten Einzelsieg spielten die Wuppertaler jetzt befreiter auf und gewannen beide Partien im oberen Paarkreuz, wobei der an diesem Abend äußerst spielstarke Stefan El Faramawy Pech hatte, als er im Entscheidungssatz mit 4:1 Bällen in Führung lag, seinem Gegner dann jedoch bei zwei Netzbällen das Glück zur Seite stand und dieser Entscheidungssatz auch zu Ungunsten der Werdener endete. So gingen die Wuppertaler zum ersten Mal in dieser Partie in Führung, die sie im mittleren Paarkreuz verteidigten, Michael Zaboura sorgte für den Werdener Punkt, im unteren Paarkreuz zum knappen Sieg ausbauen konnten. 

„Wir sind total glücklich, dass wir dieses spannende Spiel doch noch gewonnen haben und damit zugleich Meister und Aufsteiger zur Verbandsliga geworden sind“, sagte der Mannschaftsführer eines sympathischen Wuppertaler Teams. Dieser Saisonabschluss zeigte den Werdenern, dass sie gegen jedes Landesligateam mithalten können, vor allem in den Heimspielen überzeugen und mit einer Doppelbilanz von 21:13 in der Rückrunde eine besondere Stärke aufweisen. Die beste Einzelbilanz erzielte Michael Zaboura im mittleren Paarkreuz mit 12:6 Siegen.

Mit den Vereinsmeisterschaften am 7. und 8. Mai endet die erfolgreich verlaufene Saison 2015/16.