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TTC Werden holt Auswärtspunkt in Schonnebeck

Zweiter Tabellenplatz verteidigt

Ein solcher Spielabend ist nichts für Menschen mit schwachen Nerven. Die Werdener Akteure erlebten ein Wechselbad der Gefühle, welches von Anfangseuphorie bis zur Niedergeschlagenheit reichte. So muss das 8:8 Unentschieden letztendlich als gerecht bezeichnet werden, obwohl die Werdener in den Sätzen mit 35:31 eindeutig vorn lagen.

Gegen eine spielstarke Mannschaft aus Schonnebeck, der es bisher als einzigem Team gelungen ist, gegen den Tabellenführer zu gewinnen, und die in der Rückserie weiterhin ungeschlagen ist, begannen die Werdener mit Respekt und der notwendigen Konzentration und schöpften ihr Selbstvertrauen auch aus dem 9:4 Sieg des Hinspiels, das jedoch optimal für die Werdener verlaufen war. So begann die Partie für die Werdener absolut verheißungsvoll. Alle drei Eingangsdoppel wurden in nur drei bzw. vier Sätzen gewonnen. Normalerweise deutet ein solch klarer Beginn auf eine spielerische Überlegenheit, die auch zum Sieg führt.

Doch dieser Spielabend verlief alles andere als normal. Denn sofort im oberen Paarkreuz gelang es den Spielern aus Schonnebeck, den Rückstand auf 2:3 Punkte zu verkürzen, wobei die Niederlage von Gilbert Sunico gegen die Schonnebecker Nummer Zwei für die Werdener eine erste negative Überraschung bedeutete. Allerdings verblieben die Werdener weiterhin auf der Siegerstraße, da es ihnen im mittleren Mannschaftsdrittel gelang, den Vorsprung wieder auf drei Punkte auszubauen.

Während Andreas Kleinsimlinghaus in vier Sätzen erfolgreich war, musste Michael Frieg in den Entscheidungssatz, wo er beim Spielstand von 10:8 Bällen leider die ersten zwei Matchbälle vergab, in der Verlängerung jedoch selbst einen Matchball abwehren konnte und schließlich mit 14:12 Bällen der glückliche Gewinner war. Nach diesem ersten Fünfsatzspiel und der eigentlich sicheren 5:2 Führung für die Werdener erhielt die Begegnung jedoch eine entscheidende Wende, denn im unteren Mannschaftsdrittel mussten sowohl Ulrich Henke als auch Frank Palm Fünfsatzniederlagen hinnehmen und auch Werdens Spitzenspieler, Gilbert Sunico, verlor sein zweites Einzel ebenfalls in fünf Sätzen.

Dass die Begegnung jetzt nicht endgültig von den Werdenern verloren wurde, lag an Josef Hilgers, der mit seinem Erfolg erst einmal wieder für eine Beruhigung der Werdener Gemüter sorgte. Doch leider verpasste es Andreas Kleinsimlinghaus, die Werdener dem Sieg ein Stückchen näher zu bringen, als er in einer äußerst spannenden Begegnung seinem Kontrahenten in fünf Sätzen knapp unterlag. Als dann auch noch Michael Frieg sein zweites Einzel nicht gewinnen konnte, lagen die Werdener zum ersten Mal in dieser Begegnung mit einem Punkt in Rückstand und hatten in der ersten Hälfte der Einzelbegegnungen beide Partien im unteren Paarkreuz verloren.

Allerdings steigerte sich in dieser dramatischen Schlussphase Ulrich Henke und besorgte in nur drei Sätzen den 7:7 Gleichstand. Doch kurze Zeit später jubelten wieder die Spieler aus Schonnebeck, da ihre Nummer Sechs gegen Frank Palm zumindest schon einmal ein Unentschieden sicherte. Doch im Schlussdoppel bewiesen Hilgers/Kleinsimlinghaus recht deutlich, dass ihre bisherige Bilanz von 13:1 Siegen nicht zufällig zustande gekommen ist. Nach leicht gewonnenem ersten Satz ließen sie im zweiten die notwendige Konzentration vermissen und verloren diesen auch knapp, setzten sich dann jedoch im dritten mit 11:3 und im vierten mit 11:5 Bällen eindeutig durch.

Obwohl alle Beteiligten das 8:8 Unentschieden als gerecht empfanden, müssen sich die Werdener schon fragen lassen, ob man die Tatsache, dass sie von fünf Begegnungen, die im fünften Satz entschieden wurden, nur eine gewinnen konnten, wirklich nur mit der häufig auch fehlenden Portion Glück erklären kann.

Am kommenden Samstag treffen die Werdener im Heimspiel auf den Spitzenreiter aus Frohnhausen. Spannende und sehenswerte Spiele sind vorprogrammiert. Anschlag ist um 18.30 Uhr in der Sporthalle der Heckerschule, Urbachstraße.

Zwei erfreuliche Resultate vermeldet die 1. Schülermannschaft. In den beiden Heimspielen gegen Kettwig und Frintrop gelangen zwei Siege mit 8:5 bzw. 8:2 Punkten, wobei der Erfolg gegen die Kettwiger Schüler hoch einzuschätzen ist, da man das Hinspiel noch klar verloren hatte. Christian Hitzbleck, Elias Kerperin, Louis Junghanns und Denis Nickel ließen in diesen beiden Begegnungen einen deutlichen Aufwärtstrend in spielerischer und kämpferischer Hinsicht erkennen.