Anzeige

 

TTC Werden schafft Sensation

Herzschlagfinale in Mülheim bestanden

Quasi in letzter Minute schaffte es der TTC Werden, den Abstieg aus der Bezirksliga doch noch zu vermeiden. Gegen den klaren Favoriten und Tabellenzweiten Mülheim holten sich die Werdener den zum Klassenverbleib noch notwendigen Punkt. Das 8:8 Unentschieden stand allerdings erst nach nervenaufreibenden dreieinhalb Stunden fest.

„Das war ein geiles Spiel“, resümierte der Mülheimer Mannschaftsführer Christian Leissner in seiner Verabschiedung. Und tatsächlich gibt es nur wenige Begegnungen im Tischtennis, bei denen von den 16 Partien im Einzel und Doppel allein 8 Spiele erst im fünften und letzten Satz entschieden werden. In den Eingangsdoppeln wurden die Mülheimer ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Zwei deutlich gewonnenen Mülheimer Doppeln stand ein Fünfsatzsieg von Sunico/Frieg entgegen.

In der ersten Hälfte der Einzelbegegnungen schafften es die Werdener allerdings noch zweimal, Fünfsatzsiege zu erreichen. Dabei gelang es Gilbert Sunico  in seiner Begegnung, einen 2:1 Satzrückstand noch in einen Sieg zu verwandeln. Noch spannender machte es Stephan El Faramawy, der erst in der Verlängerung des fünften Satzes mit 14:12 Bällen erfolgreich war. Den dritten Einzelerfolg besorgte im ersten Teil Andreas Kleinsimlinghaus in nur drei Sätzen. Als Gilbert Sunico danach auch sein zweites Einzel im fünften Satz gewann, hatten die Werdener zum ersten Mal den Gleichstand mit 5:5 Punkten erreicht.

Dieser Gleichstand ergab sich auch nach den beiden nächsten Einzeln, die beide in drei Sätzen mit einer Niederlage von Josef Hilgers und dem zweiten Sieg von Andreas Kleinsimlinghaus endeten. „Ich glaube, jetzt können wir es schaffen“, kommentierte Andreas Kleinsimlinghaus den 6:6 Zwischenstand. In den vier ausstehenden Begegnungen wurde die Dramatik  noch einmal gesteigert. Alle Partien wurden erst im fünften Satz entschieden. Für die Werdener schaffte es Martin Kimmeskamp, nachdem er im vierten Satz bei einer 2:1 Führung noch einen 9:5 Vorsprung nicht zum Sieg nutzen konnte, die Werdener durch ein ungefährdetes 11:5 im fünften Satz mit 7:6 Punkten in Führung zu bringen. So benötigten sie lediglich noch einen Punkt, um den Klassenerhalt zu sichern.

Dies gelang schon in der nächsten Begegnung durch Stephan El Faramawy, der auch seine zweite Begegnung  in der Verlängerung des fünften Satzes gewann. Auf Werdener Seite war danach die Freude überschwänglich, auf Mülheimer Seite begann jetzt das große Zittern, denn bei einer Niederlage hätten sie den Landesligaaufstieg verpasst und stattdessen wäre SV Moltkeplatz, deren Spieler fast alle als Zuschauer in der Halle waren, in die Landesliga aufgestiegen. Und sowohl Heiko Schnorr als auch das Schlussdoppel Sunico/Frieg erspielten sich jeweils eine 2:1 Satzführung. Doch nun zeigten auch die Mülheimer Akteure ihre Kämpferqualitäten.

Sie egalisierten in beiden Partien die Satzrückstände und nutzten konsequent ihre Chancen, auch ihrerseits noch jubeln zu können. Die zahlreichen Zuschauer zeigten sich von der beobachteten Partie restlos begeistert, hatten sie doch alles gesehen, was das Tischtennis interessant macht: fernsehtaugliche Ballwechsel vor allem im oberen Mannschaftsdrittel durch Gilbert Sunico, der mit 14:7 Erfolgen auch die beste Werdener Bilanz spielte, und eine unglaublich Spannung durch eine Vielzahl von Sätzen, die lediglich mit zwei Bällen Unterschied endeten.>

Für die Werdener endet die Saison mit den Vereinsmeisterschaften, die am letzten Maiwochenende ausgetragen werden.