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TTC Werden II: Aufstieg in die Bezirksklasse

Dramatik pur im Relegationsspiel

An einen vergleichbaren Ausgang konnten sich auch ältere Tischtennisspieler nicht erinnern. Um 19:00 Uhr begann die Partie TuSEM Essen II – TTC Werden II. Der Sieger der Begegnung würde direkt in die Bezirksklasse aufsteigen, der Verlierer müsste am kommenden Wochenende in der Bezirksrelegation weiter um einen Aufstiegsplatz kämpfen. Um 22:50 Uhr war die Begegnung beendet. Spielstand:  8:8 Punkte, 33:33 Sätze. Da aber ein Sieger ermittelt werden musste, wurden die Bälle gezählt. Um 23:05 stand es fest. 606 Bälle für TuSEM, 620 Bälle für Werden. Es war geschafft.

In neutraler Halle in Borbeck, unter Aufsicht des Kreissportwartes, fand die Begegnung der Zweitplatzierten der beiden Essener Kreisligen statt. Zahlreiche Zuschauer aus Werden und von der Margarethenhöhe waren gekommen, um ihre Teams zu unterstützen. Und gleich zu Beginn spielten die Werdener Akteure ihre Stärke aus. Obwohl von den Ranking-Punkten sicher nur Außenseiter, gewannen Kleinsimlinghaus/Heppekausen, Sander/Anhalt und Markus und Matthias Isenberg alle drei Eingangsdoppel.

Aber der Umstand, dass kein Doppel in nur drei Sätzen gewonnen wurde, ließ schon auf ein noch enges Match schließen. Die ersten beiden Einzel im oberen Mannschaftsdrittel verliefen wie erwartet. Fabian Sander verlor gegen den überragenden Spitzenspieler des TuSEM, Stefan Fries, in vier Sätzen, Andreas Kleinsimlinghaus holte den vierten Werdener Punkt, ebenfalls in vier Sätzen. Die Spiele im mittleren und unteren Paarkreuz sorgten dann für eine erhebliche Spannungssteigerung. Frank Anhalt war in seinem ersten Einzel chancenlos, dagegen schien Peer Heppekausen nach den ersten beiden gewonnenen Sätzen einem Sieg entgegen zu sehen.

Doch es kam ganz anders. Sein noch jugendlicher Gegner wurde in seinem Topspinspiel immer sicherer und triumphierte auch im Entscheidungssatz mit 11:7 Bällen. Und auch die beiden Begegnungen im unteren Paarkreuz mussten in den Entscheidungssatz. Matthias Isenberg hatte einen 0:2 Satzrückstand egalisiert, verlor aber den fünften Satz, dagegen konnte Markus Isenberg, ebenfalls nach 0:2 Satzrückstand, seine Aufholjagd mit dem Gewinn des Schlusssatzes krönen. Aus einer 3:0 Führung nach den Doppeln war den Werdenern eine knappe 5:4 Führung nach der ersten Hälfte der Einzel verblieben.

Mit zwei Siegen im oberen Paarkreuz ging TuSEM zum ersten Mal in Führung und schien die entscheidende Wende im Spiel geschafft zu haben. Was jedoch niemand in der Halle erwartet hatte: Frank Anhalt lief zu absoluter Höchstform auf und besiegte den Jugendspieler des TuSEM in nur drei Sätzen. Spannend machte es wiederum Peer Heppekausen. Wieder gelang ihm ein 2:0 Satzvorsprung, den sein Gegner zum 2:2 Satzgleichstand wendete.

von links: Fabian Sander, Markus Isenberg, Frank Anhalt, Matthias Isenberg, Peer Heppekausen, Andreas Kleinsimlinghaus
von links: Fabian Sander, Markus Isenberg, Frank Anhalt, Matthias Isenberg, Peer Heppekausen, Andreas Kleinsimlinghaus

Doch jetzt setzte sich Peer Heppekausen im Entscheidungssatz mit seiner konzentrierten und sicheren Spielweise durch und eroberte die Führung für Werden mit 7:6 Punkten zurück, die Matthias Isenberg in absolut souveräner Manier sogar in nur drei Sätzen zum 8:6 ausbaute. Der entscheidende neunte Punkt blieb den Werdenern allerdings verwehrt. Markus Isenberg verlor gegen den Abwehrspieler Fromm nach überlegenem Sieg im ersten Satz noch mit 1:3 Sätzen.

So stand die Konstellation vor dem Schlussdoppel fest. TuSEM benötigte für den Aufstieg einen 3:0 Erfolg, werden reichte der Gewinn von zwei Sätzen. Doch beides wurde nicht erreicht. Kleinsimlinghaus/Heppekausen gewannen zwar den zweiten Satz und hatten im vierten Satz eine 10:9 Führung erreicht, die zum Gewinn des zweiten Satzes und damit zur Realisierung des Aufstiegs verwandelt werden konnte.

Doch die Dramatik sollte noch kein Ende nehmen. TuSEM wehrte den Satzball ab und schaffte mit 12:10 Bällen einen 3:1 Sieg. Und damit begann die Zeit des Wartens mit dem glücklichen Ende für Werden. Erschöpfte, aber glückliche Werdener Spieler, faire Spieler des TuSEM, die zum Aufstieg gratulierten.

Und noch ein weiterer Höhepunkt folgt für die 2. Mannschaft. Am heutigen Freitag steht sie im Endspiel um den Kreispokal gegen die Mannschaft des VfB Frohnhausen. Gespielt wird bei SV Moltkeplatz, Dammanstraße 37. Anschlag ist um 19:00 Uhr.